Die Deutsche Küche macht von sich reden. Nicht nur, weil sich die deutsche Mannschaft auf der Koch-Olympiade immer wieder die vordersten Plätze erkocht. Nicht nur, weil regionale deutsche Küche sich endlich gegen die „nouvelle cuisine" zu behaupten beginnt.
Langsam, aber beharrlich bildet sich das Bewusstsein einer „nationalen Küche" heraus, wie es unsere Nachbarn im Süden bereits seit Jahrhunderten pflegen und verteidigen. Dort waren die hochgerühmten Köche zuerst immer Vertreter ihrer Region, was sich auch auf den Speisekarten ausdrückte. Die Voraussetzungen, um in Deutschland die besten Produkte auf natürliche Weise zur rechten Jahreszeit auf den Tisch zu bringen, sind gut: So unterschiedliche Klimazonen wie der rauhe, regenreiche Norden und der mediterrane Bodensee bringen fast unendliche Variationsmöglichkeiten in Anbau und Verarbeitung hervor.
Die Küche unserer Großmütter mit ihren einfachen Grundprodukten gewinnt wieder an Bedeutung. Neben der zumeist etwas deftigeren und traditionsreichen Deutschen Küche, etabliert sich seit Jahren auch immer mehr die sogenannte „Neue Deutsche Küche“. Diese bedient sich meist leichter, saisonaler und feiner Zutaten und nicht selten prägen auch internationale Einflüsse die kulinarischen Kreationen. Schlagworte wie Euro-Asiatisch und Fusions-Küche fallen häufig im Zusammenhang mit der „Neuen Deutschen Küche“.